Kleingarten-Verein  1936  e. V. Hattersheim am Main

 

Einige wichtige Ratschläge für den Kleingärtner

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Bäume

Junge Bäume anbinden
Nach dem Pflanzen sollten Bäume und größere Sträucher an einen Pfahl angebunden werden, damit sie sich im Wind nicht so stark bewegen, denn dadurch würden die feinen Wurzeln abreißen.
Den Pfahl schlägt man am besten schräg ein, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.
Mit Schnüren aus weichem Material wird in Form einer Acht gebunden.
So können Stamm und Pfahl nicht aneinander reiben.

Jetzt wachsen Obstbäume besser an
Einpflanzen lassen sich Obstbäume am einfachsten, wenn sie ihr Laub verloren haben. Das ist meist erst im November der Fall.
Besser wachsen sie jedoch an, wenn sie schon einige Wochen eher in die Erde kommen, dann nämlich können die
Wurzeln bis zum März noch 25 statt nur 15 cm zulegen. Daher entlauben einige Gärtner die Bäume künstlich,
um sie früher in den Handel zu bringen.
 

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Blumen als Wetterpropheten

Wussten Sie, dass auch Blumen wetterfühlig sind?  Wenn Klee seinen Kopf sinken lässt, die Sonnenblume ihre Blühten morgens
nicht öffnet und die Malve sie wieder schließt, kündigt sich Regen an.
Auch längerfristige „Vorhersagen“ sind erkennbar:
Bleiben die Früchte der Berberitze lang und schmal, dann steht ein milder Winter bevor. Ebenso wenn die Stechpalme nur wenige Früchte trägt.

 

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Christusdorn:

Wo andere Zimmerpflanzen schlapp machen, fühlt sich der Christusdorn wohl:
Trockene Heizungsluft und direkte Sonne machen dem Wolfsmilch-Gewächs nichts aus.
Neben der bekannten aufrechten und rot blühenden Sorte gibt es aber auch die buschigere Variante „Marathon“
mit weißen Blüten.
Im Winter mäßig gießen, von März bis August sollte man alle 14 Tage Kakteendünger zugeben.

 

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Dahlien, Canna und Gladiolen:

Da Tigerlilien, Canna, Milchstern, Gladiolen, Knollenbegonien und Sommerhyazinthen nicht winterhart sind, müssen ihre Knollen und Zwiebeln unbedingt vor dem ersten Nachtfrost aus dem Boden geholt werden.
Schneiden Sie die Stängel bis auf 10 cm herunter und lassen Sie die Knollen auf dem Beet oder auf einer mit Maschendraht bezogenen Kiste einige Tage trocknen.
Vor dem Einlagern die Erde abputzen und dabei vorsichtig die kleinen Brutknollen abnehmen.
Danach sortiert man sie in Kisten und bedeckt sie leicht mit Sand. Schreiben Sie die Sortennamen auf ein Etikett,
dann haben Sie es
bei der Pflanzung im nächsten Jahr Mitte Mai leichter.
Den Winter verbringen die Knollen in einem kühlen und gut belüftetem Keller.
Dahlien vertragen etwas Frost, werden aber ausgegraben, wenn Stängel und Blätter zurück frieren.

 

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Düngen:

Bei frisch gepflanztem mit dem Düngen warten
Blumen und andere Pflanzen, die frisch in die Erde gesetzt wurden, sollten noch keinen Dünger bekommen.
Besser ist es, vier bis sechs Wochen zu warten, denn dann sind sie richtig angewachsen.
Dies gilt ebenfalls für umgetopfte Zimmerpflanzen und für Blumen in Balkonkästen.
(Man gibt ja auch einem Säugling nicht gleich ein Rumpsteak).
Wenn der Erdballen trocken ist, muss vor dem Düngen unbedingt gegossen werden.

 

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Herbstlaub:

Wohin mit dem Laub?
Wenn die Blätter fallen, stellt sich wieder die Frage: Wohin mit den Laubbergen?
Auf dem Rasen sollten die Blätter nicht zu lange liegen bleiben. Bei nasskühlem Wetter könnten sich faule Stellen bilden.
Auch im Steingarten empfiehlt es sich, die Stauden von Laub zu befreien.
Darüber hinaus sind Blätter sehr nützlich und „die Gartenerde von morgen.“
Also fegen Sie ihr Grundstück nicht blitzblank.
Unter Büschen und Hecken kann Laub als natürlicher Winterschutz und Dünger liegen bleiben.
Bis zum Frühjahr hat es sich stark zersetzt.
Empfindliche Gehölze schützt eine Blätterschicht am Boden um den Stamm herum.
Laub darf auch in den Kompost.
Es sollte aber nicht zu trocken sein und mit Horn
spänen oder Algenkalk vermischt werden.
 

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Himbeeren:

Himbeeren pflanzen
Himbeeren lieben einen bedeckten, feuchten Boden an einem halbschattigen Platz.
Kaufen Sie wurzelnackte Ruten. Die sind preiswert und wachsen zudem problemlos an.
Fünf Ruten pro Meter genügen. Wichtig ist, sie vor dem Pflanzen in Wasser zu tauchen.
Bedecken Sie den Boden um die frisch gesetzten Himbeeren mit einer Mulchschicht aus Stroh oder Sägespänen.
Geerntet werden die Beeren ab Juli.

 

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Hortensien:

Hortensien trocknen
Für Trockensträuße und  Gestecke eignen sich die großen Dolden der Hortensien.
Erst wenn die Blüten beginnen sich zu verfärben, sollten die Stiele geschnitten werden.
Am besten nach den ersten Nachtfrösten. Dann kräuseln sich die Blütenblätter beim Trocknen nicht.
Das Laub wird entfernt. Stellen Sie die Dolden in ein Gefäß ohne Wasser oder hängen Sie die Stiele kopfüber an einem
luftigen und dunklen Ort zum Trocknen auf.

Der Schnitt macht's
Je länger sie im Garten stehen, desto schöner werden sie. Dafür müssen Hortensien jedoch regelmäßig geschnitten werden.
Das wird häufig falsch gemacht, denn es gibt zwei verschiedene Techniken, die man je nach Sorte anwendet.
Strauch- und Rispenhortensien gehören zu den Sommerblühern.
Die neuen Knospen bilden sich im Frühjahr. Darum kann man diese Sorten kurz vor Beginn der Vegetationsperiode,
also im Februar und im März, kräftig zurückschneiden. Lassen Sie dann lediglich ein bis zwei Knospen am Trieb stehen.
Die Bauernhortensie zählt wegen ihrer großen Blütenbälle zu den beliebtesten Gartenpflanzen.
Wie auch die Tellerhortensie bildet sie die Anlagen für die neue Blüte bereits im Vorjahr.
Entfernen Sie im Frühjahr nur die trockenen Blütenstände und schneiden Sie abgestorbene Triebe zurück.
Wird der Busch stärker zurück geschnitten, fällt im Sommer die Blüte aus.

 

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Hyazinthen:

Hyazinthen zum Weihnachtsfest
Hyazinthen, wie die elegante dunkelrote Hyazinthus orientalis können Sie nicht nur auf Gläsern mit Wasser antreiben, sondern auch in Erde. Damit sie zur Weihnachtszeit blühen, setzen Sie jetzt mehrere Zwiebeln dicht in eine Schale oder in einen Topf.
Erde locker bis zur Spitze auffüllen. Einige Wochen müssen die Hyazinthen dunkel und kühl stehen, dann wird der Topf an einen warmen Platz gestellt – und schon bald erfüllt herrlicher Blüten-Duft das Zimmer
 

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Knoblauch:

Knoblauch selber ziehen
Knoblauch im eigenen Garten zu ernten ist gar nicht schwer. Sie können es mit einer Knolle aus dem Gemüseladen versuchen, besser eignet sich jedoch deutscher Knoblauch aus dem Gartenfachhandel.
Die Knollen werden in Zehen zerteilt und etwa 7 cm tief in den Boden gesteckt.
Aus jeder Zehe wird bis zum nächsten Sommer eine Knolle.
Geerntet wird der Knoblauch Ende August, wenn das Laub verwelkt ist.
Einen Teil der Zehen nicht verarbeiten, sondern wieder zur Anzucht verwenden.
 

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Kochsalz vernichtet Löwenzahn:

Vielen Gartenbesitzern ist Löwenzahn im Rasen ein Dorn im Auge. Man hat dafür eine originelle Lösung gefunden.
Man streut einfaches Speisesalz auf die Pflanze.
Nach einer Woche soll das Natriumchlorit den Wurzeln das Wasser entzogen haben.
Sie trocknen aus. Das Prinzip soll sich zur Vernichtung aller Pflanzen mit Pfahlwurzeln eignen, also auch für Disteln.
Dabei verwandelt sich das Salz übrigens in Natrium und düngt somit den Boden.

 

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Nelkenwurz:

Es lohnt sich, die wintergrüne Staude aus der Familie der Rosengewächse in den Garten zu holen.
Immer neue Sorten bietet der Handel an. Wer jetzt zugreift, bekommt blühende Pflanzen zum sofortigen Auspflanzen.
Das hat den Vorteil, dass die Stauden bis zum Herbst gut einwurzeln und im nächsten Frühjahr
ideale Startbedingungen vorfinden. Bevorzugt werden halbschattige, leicht feuchte Standorte.
 

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Neue Stauden aus Wurzelstücken:

Bei Herbstanemone, Phlox oder Felberich können Sie aus Wurzelstücken neue Pflanzen ziehen. Graben Sie eine Staude aus.
Dann 10 cm lange Wurzelstücke abschneiden, waagerecht auf frische Erde in Töpfe legen und mit Erde abdecken.
Im Frühling spießen neue Triebe. Die Mutterpflanze wieder einsetzen.
 

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Pflanzen im Schlafzimmer?:

Manche Menschen glauben, dass im Schlafzimmer keine Pflanzen stehen
sollten, weil sie Sauerstoff verbrauchen und deshalb ungesund sind.
Doch das ist ein Irrtum. Tatsächlich produzieren Gewächse tagsüber mit Hilfe des Sonnenlichts Sauerstoff.
Dieser Vorgang wird Photosynthese genannt.
Bedenklich sind Pflanzen im Schlafgemach eher, weil sie Schimmelsporen oder Bakterien in ihrer Erde halten und übertragen könnten.
Also, nicht zu feucht halten.
 

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Tomaten:

Allgemein
Das beliebte Gemüse benötigt für gesunden Wuchs keineswegs einen jährlichen Ortswechsel.
Die Pflanzen sollten aber mit ausreichend Abstand (etwa 60 Zentimeter) gesetzt und vor Nässe geschützt werden.
Da sich die gefährliche Kraut- und Braunfäule bevorzugt bei Feuchtigkeit ausbreitet, unbedingt darauf achten,
die Blätter beim Gießen nicht zu benetzen.
Vorgezogene Jungpflanzen können ab Mitte Mai ins Beet gesetzt werden.
 

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