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Zurück in den Schrebergarten
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Das Paradies liegt vor der
Haustür. Nicht in der Karibik oder auf den Kanaren suchen immer mehr Deutsche
ihr Urlaubsglück, sondern im Kleingarten. Mehr als eine Million Schrebergärten
gibt es in Deutschland – und es werden noch mehr. Vor allem junge Familien
entdecken nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG) die
Parzelle wieder für sich. "Urlaubsreisen in den fernen Süden sind für junge Familien zunehmend unerschwinglich", erklärt Neuser das Phänomen. Neben der Wirtschaftsflaute und der Angst vor Krankheiten wie Sars spiele aber auch der Bewusstseins-Wandel eine wichtige Rolle. Schließlich sei das Angebot von Billigurlauben nach wie vor riesig. Neuser geht davon aus, dass die Parzelle noch begehrter wird. Zurzeit sei das Flächenangebot noch ausreichend. "In Großstädten gibt es jedoch schon Wartelisten." Einst für arme Leute erfunden, kehrt die grüne Oase zu ihren Wurzeln zurück. "Möhrchen, Radieschen, Salat – es wird wieder Gemüse gepflanzt bis hin zum Kraut", schildert Vereinsvorsitzende Dieleßner ihre Beobachtung. Die Gartenarbeit gehört nach einer Studie des BAT-Freizeitforschungsinstituts in Hamburg für 43 Prozent der über 14-Jährigen heute zu den beliebtesten Hobbys. Das zeigt sich auch daran, dass der allgemeinen Konsumflaute zum Trotz die Ausgaben für Pflanzen, Gartengeräte und Freizeitmöbel kontinuierlich steigen. Offenbar hilft das Gärtnern auch der Seele: Nach einer Studie der Universität von Michigan baut der Mensch bei der Gartenarbeit Depressionen und Ängste schneller ab. Beim bundesweit ersten Kleingärtnerkongress vom 24. bis 26. Juni in Leipzig will sich auch der BDG diesem Thema widmen. |
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