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Hattersheim, 04.02.2003.
Der neue Kies, mit
dem die Hattersheimer Kleingärtner ihre Anlage ausgestattet haben, war
eigentlich zur Befestigung der Wege gedacht. Der Belag sollte verhindern, dass
sich bei Regen die Fußwege nicht in Schlammlöscher oder reißende Flüsse
verwandeln. Doch als der angrenzende Schwarzbach zum reißenden Strom wurde und
sich seinen Weg durch das Vereinsgelände bahnte, nutzte auch kein Kies mehr, um
das Wasser aufzunehmen. Die Wege sind stark beschädigt und 50 der insgesamt 308
Gärten sind vom Hochwasser betroffen gewesen, berichtete Vorsitzender
Karl-Heinz Brand am Freitag auf der Jahreshauptversammlung.
Der entstandene Schaden liegt seiner Schätzung nach bei rund 4000 Euro. Als
Mitursache für das Hochwasserproblem nannte der Vorsitzende die Brücken, die
über den Schwarzbach führen, da sich diese durch angespültes Treibholz in
Staudämme verwandelten. Um ähnliche Fluten in Zukunft zu verhindern, sei es
die Aufgabe der Feuerwehr, das Flussbett unter den Brücken frei zu halten.
Weitere Schäden entstanden in Rohrschächten für die Wasserleitungen, wo
eingedrungenes Hochwasser während der anschließenden Kältewelle zu geplatzten
Wasseruhren führte. Der im Jahr 2001 neu gestreute Kies wurde durch das
Hochwasser von den Wegen geschwemmt, und Karl-Heinz Brand hofft nun auf die
Mithilfe der Gartenbesitzer bei den Instandsetzungsarbeiten.
Mut machen wollte in diesem Zusammenhang Bürgermeister Hans Franssen (SPD), der
im vergangenen Jahr zum Ehrenmitglied gewählte wurde. Die Hattersheimer
Gartenfreunde hätten die Anlage bisher "wie ihren Augapfel gepflegt",
lobte der Rathauschef. Aber auch bei zahlreichen anderen Aktivitäten, wie beim
Kinderfest oder Sommerfest, waren die Vereinsmitglieder im Vorjahr aktiv. Beim
Fastnachtsumzug im vergangenen Jahr konnten die Kleingärtner mit ihrem
Motivwagen "Gartenidylle" den ersten Platz in der Wertung für die schönsten
Zugwagen belegen.
Vorsitzender Karl-Heinz Brand berichtete
über mehrere Gartenwechsel und er betonte das momentane Problem, Abnehmer für
freie Gärten zu finden. Auf Grund der oftmals hohen Abstandszahlungen an den
Vormieter seien zur Zeit, trotz einer großen Warteliste mit Interessenten, noch
drei Gärten nicht verpachtet. Kassierer Dieter Scherdel gab dann den
Kassenstand bekannt. Für die anstehende Reparaturarbeiten reiche das Guthaben
nicht mehr aus, betonte der Kassierer. Die Mitglieder stimmten deshalb einer
Anhebung des Jahresbeitrags zu. Die beschlossene Erhöhung beträgt fünf Euro für
Pächter und zwei Euro für ihre Lebenspartner. Desweitern wurde der Vorstand
einstimmig entlastet und Vereinsmitglied Barbara Pazera zur zweiten Kassenprüferin
gewählt.
Folgende Mitglieder wurden danach geehrt:
Margitta Klein und Elisabeth Schwarz, Berthold
Buick, Karl-Heinz Hauck, Reinhard Herm, Helmut Richter, Christian Sack, Manfred
Schmückle und Werner Stammer, Albin Turba sowie Werner Zapfer für 25 Jahre
Mitgliedschaft.
Urkunden für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit erhielten Gerhard Hänsel, Hans
Liebaug, Lorenz Schäffer und Karl-Heinz Trautmann.
Elisabeth Schwarz und Hans Liebaug wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
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