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Im April
1936 fanden sich neun Männer in dem Gedanken
zusammen, einen Kleingartenverein
zu gründen.
Es waren dies:
Josef Abt, Oskar Schäfer, Franz Uttenweiler, Franz Leicher, Christoph Pfeil,
Franz Birkle, Peter Zahrt,
Karl Blaschke
und Georg Klos.
Ihr
Bestreben war es, sich in gärtnerischer Tätigkeit einen Ausgleich von der
Berufsarbeit zu verschaffen und ihre Familien mit frischem und gesundem Obst
und Gemüse zu versorgen.
Die
Gründungsversammlung fand im Gasthaus
„Zur Post“ statt. Nachdem
zunächst ein vorläufiger Vorstand die Geschäfte leitete, wurde am 15. April
1936 der ordentliche Vorstand gewählt, nachdem weitere Interessenten
dazugestoßen waren.
Als 1. Vorsitzenden wählte die Versammlung Josef Abt, der mit seinem Einsatz viel für die im
Jahre 1940 durchgeführte erste Erweiterung
durch den damaligen Bürgermeister Neuser tat.
2.
Vorsitzender wurde Oskar Schäfer, Schriftführer Josef Weibler und Kassierer Franz Uttenweiler.
Vom
ersten Tag an herrschte ein Gemeinschaftsgeist, der sich besonders in den
Kriegsjahren bewährte, denn viele der Gartenbesitzer waren Soldaten, die somit
den gestellten Anforderungen nicht gerecht werden konnten. Zu dieser Zeit
bewährte sich die Solidarität und mit gegenseitigem Helfen wurden alle Probleme
gelöst.
Wie viele ältere Gartenbesitzer erinnern sich noch an den
Wassergraben neben dem Hauptweg, dessen
Wasser ca. alle 50 m für
Wasserentnahmen gestaut wurde und die Kinder der Kleingärtner hatten oftmals
ihren Spaß daran, durch das Wasser zu laufen.
Sie erinnern sich aber auch
daran, dass die Okrifteler Bauern, die das Wasser zum Bewässern ihrer Wiesen
aus diesen angestauten Wasservorräten entnahmen, dabei oftmals die kleinen
Stauwehre beschädigten oder zerstörten. Auch hatte sich damals noch manche
Forelle aus dem Schwarzbach in den Wassergraben verirrt. Oder an die
unvergessene ländliche Idylle, in welche die Gärten eingebettet waren, Bauern
ackerten noch mit Kühen, das Quaken der Frösche am Schwarzbach war unüberhörbar
und Störche suchten in den angrenzenden Wiesen nach Nahrung, um auch ihre Brut
auf dem Schornstein der Bäckerei Ziegler groß zu ziehen.
An
viele Arbeiten, wie Einfrieden der Gärten, Errichten von Gartenhäuschen, Lauben
oder gar Wasserleitungen, konnte wegen Mangels an Material nicht gedacht
werden. Die Hütten, die es gab, dienten mit ihren Größen nur zum Reparieren von
Gartengeräten oder bei Regen recht und schlecht als Unterstellmöglichkeiten.
Dennoch brauchte keiner um seine Geräte bange zu sein, denn die Gartenbesitzer
von damals respektierten stets den Besitztum der Nächsten.
Es
sei auch daran erinnert, dass bei der Vergabe der Gärten, die damals eine Größe
von ca. 400 qm aufwiesen, stets auf den Familienstand geachtet wurde. In den
zugewiesenen Gärten hatten Kartoffeln, Gemüse, Beerenobst und Kernobst ihren
festen Platz. Jedes Stück Land wurde ausgenutzt und wie oft haben doch gerade
diese Erzeugnisse manchem in der Lebensmittelknappheit geholfen.
Die Vereinsbeiträge betrugen
damals 1,50 DM. Um aber den Anforderungen gerecht zu werden, wurden zusätzliche
Einnahmequellen erschlossen. So wurden am Eingang der Anlage am Schwarzbach
Palmkränzchen-Sträucher gepflanzt und später die blühenden Zweige der Gärtnerei
Kimmel zum Kauf angeboten. Auch wurden Kirschbäume entlang des Hauptweges
gepflanzt. Diese Ernteerträge wurden dann meistbietend versteigert bzw. verkauft.
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